
autohifi-Testmethoden
So testen wir: Einblicke ins autohifi-Labor
Jedes von autohifi getestete Gerät wird in der hauseigenen TESTfactory gemessen – dem weltweit einzigen ISO-zertifizerten und -akkreditierten Messlabor für Zeitschriften.
Nicht nur die Video-Messmöglichkeiten, für die die TESTfactory ihre ganze Kompetenz einbringt, auch die Lautsprechertests werden jetzt noch genauer. Dazu trägt vor allem der neue Halb-Freifeld-Messraum bei: Auf einer Grundfläche von 6 x 6 Metern ist er an Wänden und Decke mit keilförmigen Elementen aus offenporigem Schaumstoff ausgekleidet, deren Schallabsorbtion so hoch ist, dass für Frequenzen oberhalb von 150 Hz mühelos die höchste Güteklasse 1 erreicht wird. Für die Bedämpfung der tiefen Töne sorgen zusätzliche, hinter den Keilen befindliche und auf unterschiedliche Frequenzen abgestimmte Platten-Resonanz-Absorber.
Der Boden ist im Gegensatz zu den übrigen Flächen schallhart und reflektiert wie ein Spiegel den Schall praktisch zu 100 Prozent. Das erlaubt so genannte Groundplane-Messungen, die den Raum doppelt so hoch und vollkommen reflexionfrei erscheinen lassen.
Bisher wurde der Frequenzgang unter 250 Hz mit der Nahfeld-Methode ermittelt, bei der direkt vor jeder einzelnen Membran oder Reflexöffnung zu messen ist. Hierbei schränken jedoch Unwägbarkeiten die Genauigkeit ein. Die jetzt eingesetzte Groundplane-Methode kennt solche Probleme prinzipiell nicht.
Die „normale“ 1-Meter-Lautsprechermessung erfolgt wie bisher nach der MLS-Methode (Maximum Length Sequence). Aus dem rauschähnlichen MLS-Signal wird die Impulsantwort errechnet – mit dem großen Vorteil, erst später am Mikrofon eintreffende störende Reflexion (hier nur die des Bodens) ausblenden zu können. Das Resultat der anschließenden FFT (Fast Fourier Transformation) entspricht zusammen mit der Groundplane-Messung dem einer Freifeld-Messung im reflexionsfreien Raum.
Analogen und digitalen HiFi-Komponenten wird mit extrem klirrarmen Generatoren, hochauflösenden FFT-Analyse-Tools und Digital-Schnittstellen für Samplingfrequenzen bis 192 kHz auf den Zahn gefühlt. Mehrere Audio Precision SYS-2722 – absolute Universal-Messgenies – werden an computergesteuerten Messplätzen zusammen mit HF-Generatoren, Video-Analysatoren, Stereo- und RDS-Encodern sowie komplexen Lastwiderständen in hohem Maß diesen Aufgaben gerecht.
Neben den Labordaten sind jedoch auch die Praxiserfahrungen für das Testergebnis wichtig. Daher werden beispielsweise die Empfangseigenschaften aller Radios auf ausgedehnten Testfahrten genauestens untersucht. Hier zeigt sich schnell, was die Tuner in Sachen Trennschärfe, Fernempfang oder RDS-Umschaltverhalten auf dem Kasten haben.
Die Klangpunktzahl von Radios, Verstärkern, Lautsprechern oder Subwoofern ermitteln die autohifi-Redakteure anhand eines ausgeklügelten Referenzsystems. Hierbei wird jede Komponente im direkten A-B-Vergleich mit bereits eingestuften Test-Referenzen verglichen. Dies gewährt eine sehr hohe Reproduzierbarkeit der Klangeinstufung – egal, von welchem Redaktuer und in welchem Jahr der Test durchgeführt wurde.
Derart aufwendige Tests werden weltweit von keiner anderen Zeitschrift in auch nur annähernd ähnlicher Gründlichkeit geleistet. Doch der große Aufwand hilft allen Lesern, Fehlinvestitionen in überteuerte Geräte zu vermeiden, denn bei autohifi gewinnt immer das objektiv beste Gerät.
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