Testbericht

Verstärker Mosconi Gladen One 120.2


Heiko Döbber | Profil | Kontakt

29. Juli 2010

Kompakt und erschwinglich - das sind die Gladen-One-Endstufen von Mosconi. autohifi hat sich den günstigsten Vertreter ­namens 120.2 näher angesehen.

Kompakte Verstärker bieten dank moderner Technik reichlich Leistung und sind folglich beliebt wie noch nie. Jetzt tritt auch die junge italienische Marke Mosconi mit ultrakompakten Endstufen an – die brandneue Reihe heißt Gladen One. Wir haben das günstigste Modell getestet, die Zweikanälerin Mosconi Gladen One 120.2 (230 Euro).


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Die Gladen-One-Endstufen bieten genau das, was Selbsteinbauer heute wollen. So kann das Werksradio dank integriertem Hochpegel-Eingang drinbleiben – sei es, dass das Radio dem Besitzer gefällt oder dass so manche Funktion der Auto-Elektronik untrennbar mit ihm verbunden ist.

Auch auf ein Remote-Signal vom Autoradio sind die Gladen-One-Verstärker nicht angewiesen: Ein Signal-Impuls auf den Lautsprecherkabeln genügt den Endstufen, um zu wissen, wann ihr Einsatz gefragt ist. Bedenkt man, dass der High-Low-Adapter von Mosconi schon zwischen 75 und 100 Euro kostet (je nachdem, ob als Zwei- oder Vierkanalvariante), dann sieht man, wie wertvoll dieses Feature ist.

Und wer die Originalkabel seines Autoradios nicht anzapfen möchte, der ist mit der Mosconi-Serie ebenfalls gut beraten: Den passenden Kabelbaum gibt’s mit Quadlock oder ISO-Anschluss für rund 40 Euro. Wer einen anderen Anschluss benötigt, der kann diesen Kabelbaum mit einem handelsüblichen Adapter an so gut wie jedes Auto anpassen.

Vier Verstärker-Modelle

Die Serie Gladen One besteht aus vier Modellen. Mit der One 60.4 (280 Euro) und der One 120.4 (340 Euro) gehen zwei Vierkanäler an den Start, die von den Zweikanal-Kollegen One 240.2 (320 Euro) und der hier stellvertretend getesteten One 120.2 ergänzt werden. Alle Modelle treten in einem ähnlichen Kleid auf: Die beiden kleineren 120.2 und 60.4 gehen mit Winz-Maßen von 19 x 20 x 5 cm an den Start, die beiden stärkeren 240.2 und 120.4 sind ebenfalls 20 cm tief und 5 cm hoch, aber immerhin 31 cm lang.

Alles drin, was man braucht

Alle One-Endstufen besitzen die gleiche Eingangsempfindlichkeit: Wird eine Gladen One nicht per Hochpegelsignal angefahren, nehmen die Anschlussbuchsen gewöhnliche Cinchkabel mit einer Signalspannung zwischen 0,4 und 8 Volt entgegen. Die Zweikanalmodelle bieten ein Hoch- oder Tiefpassfilter, das sich zwischen 45 und 225 Hz regeln lässt; die Vierkanäler bieten auf den Frontkanälen ein weiteres Hochpassfilter, das man im gleichen Bereich einstellen kann.

Während nur die Vierkanal-Modelle einen zwischen 0 und 180 Grad schaltbaren Phase-Shift für die hinteren Kanäle besitzen, sind alle vier Gladen-One-Verstärker mit einem Feature-Highlight für die Frontkanäle gesegnet: Der ebenfalls von Mosconi zum Preis von 100 Euro erhältliche FSA-Adapter (Front Stage Adjuster) ist bereits an Bord. So kann der User die Bühnenabbildung mit einer simplen Phasenverschiebung im Stimmbereich hörbar verbessern.

Im Inneren der Gladen-One-Verstärker werkelt eine analog aufgebaute Platine, deren Leistungssektion von einem temperaturgesteuerten Lüfter bei Laune gehalten wird. Schon die kompakten Maße lassen bei der versprochenen Leistung vermuten, was ein Blick ins Innere des Verstärkers bestätigt: Hier arbeitet eine astrein entflochtene, pikfein aufgebaute und sauber bestückte Platine. Deren Netzteilsektion ist von klangbeeinflussenden Bereichen klar abgegrenzt und mit winzigen SMD-Bauteilen bestückt – hier wird Platz gespart, wo es nur geht.

Viel Kraft und satter Sound

In unserem verlagseigenen Messlabor TESTfactory bestätigte die One 120.2 dann, dass sich die Entwicklungsmühen gelohnt haben. Während der Name der Mosconi-Endstufe 2 x 120 Watt verspricht, leistete sie unter knallharten Laborbedingungen sogar gemessene 2 x 129 Watt – hier wird also nicht über-, sondern untertrieben. An der 2-Ohm-Messlast erhöhte die 120.2 dann auf 186 Watt und fuhr so ein Leistungsergebnis ein, welches für einen Verstärker dieser Größe mehr als beeindruckend ist. Der Rauschabstand lag mit 95 dB voll im grünen Bereich, Dämpfungsfaktor und Klirrverhalten ließen gleichfalls keine Wünsche offen.

Im Hörraum schließlich sammelte die Mosconi Gladen One 120.2 Punkte mit ihrer ausgesprochen strammen und impulsiv-dynamischen Spielweise. Vor lauter Kicks und Drums verkaufte sie aber gleichzeitig die leisen Töne nicht unter Wert und ging im Hoch- und Mittelton wunderbar seidig und filigran zu Werke. Der saubere Hochton des Mosconi-Verstärkers sorgte bei gut aufgenommenen Musikstücken für Gänsehaut und ließ den akustischen Raum plastisch und real vor unseren Lautsprechern erscheinen – eine wahrhaft saubere Sache.



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